Ricarda-Huch-Schule - Kiel

Erasmus+: EUROPA hält zusammen

Allgemeines

Das Erasmus+-Programm der Europäischen Union fördert internationale Schulpartnerschaften. In Zusammenarbeit mit wechselnden Partnerschulen in anderen europäischen Ländern hat unsere Schule seit 1996 an insgesamt sieben dreijährigen Projekten teilgenommen.

Im Rahmen dieser Projekte treffen sich Schülergruppen aller teilnehmenden Partnerschulen zweimal pro Jahr zu einem Projekt-Workshop, wobei die teilnehmenden Schulen im Wechsel die Gastgeberrolle übernehmen. Die Arbeitssprache ist grundsätzlich Englisch. Neben der thematischen Arbeit am Projektthema bietet Erasmus+ den Teilnehmern auch spannende Reiseerfahrungen, kulturellen Austausch, Einblicke in den Alltag an unseren Partnerschulen, neue Freundschaften und natürlich ganz, ganz viel Spaß!

2014-2017: Youth and Healthy Habits

Youth and Healthy Habits - so lautete der Titel unseres letzten Erasmus+-Projektes. Gemeinsam mit unseren drei Partnerschulen in Pärnu (Estland), Lorient (Frankreich) und Budakeszi (Ungarn) blicken wir auf drei schöne und ereignisreiche Jahre zurück.

Was ist eigentlich gesunde Ernährung? Warum sollte ich Sport treiben - und wie viel? Welche Auswirkungen hat Alkohol, und weshalb kann mein Smartphone meiner Gesundheit schaden? Diese und viele weiteren Fragen standen im Zentrum unseres dieses Erasmus+-Projektes, ging es doch darum, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für gesunde Lebensgewohnheiten zu fördern.

Die Aktivitäten bei den Projektworkshops reichten dabei von Universitäts-Vorlesungen, Museumsbesuchen und Gruppenpräsentationen über das Erstellen von Brettspielen bis hin zur Kletterwand oder einem Treppenlauf auf den Tallinner Fernsehturm. Darüber hinaus gab es natürlich bei jedem Treffen Einblicke in die Kultur des Gastgeberlandes.

Motivation und Ausblick

Unsere guten Erfahrungen haben uns dazu ermutigt, in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Hinzu kommt, dass eine frühere Partnerschule in Granada sich an uns gewendet hat mit dem Wunsch, dass wir erneut an einem Projekt arbeiten. So haben wir in Abstimmung und gemeinsam mit unseren Partnern anonymisierte Umfragen in der Sekundarstufe II durchgeführt, die uns als Grundlage für ein neues Projekt dienen sollen.

Ziel soll es sein herauszufinden, welche Sorgen und Nöte die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschäftigen und wie Schule darauf reagieren kann.

Dazu wird ein Vorbereitungstreffen mit den Lehrkräften aus den beteiligten Schulen in Kiel stattfinden. Falls der gemeinsam zu entwickelnde Antrag genehmigt wird, könnte das neue Erasmus+-Projekt anschließend starten.

Wenn man bedenkt, wie unklar z.T. heute die Vorstellungen von Europa bzw. von der Europäischen Union bei erwachsenen Bürgern der mittleren Generation sind,- und das angesichts einer sichtbar werdenden Verletzlichkeit der europäischen Idee - , wird schnell klar, wie sinnvoll, ja notwendig es ist, dass Europa für Jugendliche und junge Erwachsene lebendig wird, ein Gesicht, viele Gesichter erhält. Unserer Überzeugung nach lohnt es sich heute mehr denn je, sich in diesem Sinne zu engagieren.