Ricarda-Huch-Schule - Kiel

RHS-Campus

Auftrag

Der Auftrag der Schule besteht u.a. darin, Schülerinnen und Schüler in ihrer Studien- und Berufswahl zu unterstützen. Die Ricarda-Huch-Schule hat dabei eine außerordentliche Chance: Sie kann die unmittelbare Nähe zur Christian-Albrechts-Universität nutzen.

Bedarf und Ausblick

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe stehen vor der zunehmend größer werdenden Schwierigkeit, sich in dem komplexen Angebot an Studienmöglichkeiten zurechtzufinden und eine für ihr Leben zentrale Entscheidung zu fällen. Nicht selten ist diese Orientierungslosigkeit mit Ängsten gekoppelt. Die berufsorientierenden Maßnahmen in der Mittelstufe sind ein erster Schritt, Entscheidungshilfen zu bieten. Auch die Berufsberatung und die Schülerinformationstage der Christian-Albrechts-Universität für Oberstufenschülerinnen und -schüler leisten bisher gute Dienste. Doch reichen sie als punktuelle Maßnahmen nicht aus. Eine stabile Brücke zwischen Schule und Universität fehlt. Auch für Schülerinnen und Schüler, die kein Studium anstreben, kann der Kontakt mit der Universität sinnvoll sein und zu einer Horizonterweiterung führen.

Vielleicht gelingt es durch den RHS-Campus, unsere Schule von einer Schule neben der Universität zu einer Schule an oder - wenn man es so formulieren könnte - mit der Universität weiterzuentwickeln. Indem die Schule zu den vielen Verbindungen, die sie über die Kolleginnen und Kollegen, aber auch über die Eltern zur Universität hat, die entscheidenden Verbindungen über die Schülerinnen und Schüler hinzufügt, kann sie ihr gymnasiales Profil schärfen.

Ziel

Das Ziel ist es daher, eine Studienorientierung anzubahnen und Ängste vor der Universität abzubauen. Im Einzelnen heißt dies: Den Schülerinnen und Schülern soll ermöglicht werden,

  1. einen länger andauernden und tieferen Einblick in Forschung und Lehre der Universität zu erhalten,
  2. die studienrelevanten Strukturen der Universität kennenzulernen,
  3. neue Fächer, die nicht in der Schule unterrichtet werden, zu erleben,
  4. sich zu motivieren, durch schulische Leistungen einen bestimmten Studiengang anstreben zu können.

Konzept

Der RHS-Campus basiert auf folgenden Pfeilern:

Phasen

Der RHS-Campus unterteilt sich in folgende Phasen:

1. Phase: Orientierung und Wahl der Veranstaltung

Die Schülerinnen und Schüler erhalten grundsätzliche Informationen zum Studium, nehmen am CAU-Projekt Studieren, aber was? (PerLE) teil und wählen die Veranstaltung aus, die sie ein Semester lang besuchen möchten. Anschließend nehmen sie - unterstützt von der betreunden Lehrkraft - Kontakt zum jeweiligen Universitätsdozenten auf.

2. Phase: Teilnahme an der Veranstaltung

Während der Vorlesungszeit (mit Ausnahme der Schulferien) besuchen die Schülerinnen und Schüler die von ihnen gewählten universitären Veranstaltungen im Umfang von etwa 90 Minuten und lassen sich ihre Anwesenheit durch den universitären Betreuer testieren. Außerdem legen sie ein Portfolio an. Die betreuenden Lehrkräfte überprüfen am Ende des Schulhalbjahres den Testatbogen.

3. Phase: Kolloquium

Die Bewertung für das erste Halbjahr erfolgt durch ein Kolloquium, das die betreuende Lehrkraft am Ende des ersten Schulhalbjahres durchführt. Es besteht aus zwei Teilen: einem Entwicklungsgespräch, das auf dem Portfolio basiert und in dem die Schülerin bzw. der Schüler die Erfahrungen reflektiert, und einem Prüfungsteil, der die fachlichen Inhalte der universitären Veranstaltung beinhaltet.

4. Phase: Forschungsaufgabe

Während die Vorlesungszeit zu Ende geht, erhalten die Schülerinnen und Schüler eine kleine fachtypische Forschungsaufgabe, die sie im zweiten Halbjahr erfüllen müssen. Diese Aufgabe kann je nach Fach zu Hause oder in der Universität bearbeitet werden und wird von mindestens einem Mitglied der Arbeitsgruppe des Dozenten betreut. Auch die betreuende Lehrkraft kann die Schülerin oder den Schüler bei der Umsetzung besuchen. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch die Universitätsbibliothek, um Zugang zu Hochschulliteratur zu erhalten. Nach Abschluss der Forschungsaufgabe reichen die Schülerinnen und Schüler eine kurze Dokumentation der Ergebnisse ein. Die Bewertung der Forschungsaufgabe durch die Lehrkraft erfolgt in Absprache mit dem Dozenten.

5. Phase: Teilnahme an den Studieninformationstagen

Um den Besuch an der Universität abzurunden und noch mehr Orientierungsmöglichkeiten zu geben, nimmt der gesamte Jahrgang an den offiziellen Studieninformationstagen der Universität teil. Eine Liste zur Dokumentation der besuchten Veranstaltungen ist im Anschulss bei der Betreuungslehrkraft einzureichen.

6. Phase: Auswertung und Präsentation

Die Informationen über die besuchte universitäre Veranstaltung aber auch die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden an den kommenden Jahrgang in Form eines Bunten Nachmittags gegen Ende des Schuljahres weitergegeben. Die Vorbereitung erfolgt dabei rechtzeitig in Abstimmung mit der Betreuungslehrkraft, wobei die Präsentation als Gruppenarbeit umgesetzt werden kann.

Während des Schuljahres: Prof in Touch

Bei einer Prof in touch-Veranstaltung handelt sich um den Vortrag eines Professors, allerdings ohne die übliche akademische Distanz, sondern in schülernaher Art und Weise. Jede unserer drei Profilklassen ist für eine Veranstaltung verantwortlich: Die Schülerinnen und Schüler heißen den Professor willkommen, bereiten ein kleines Buffet im Foyer für den Gast und alle Zuhörer vor, stellen den Professor in der Aula vor dem Vortrag kurz vor, führen am Ende ein vorbereitetes Podiumsgespräch mit ihm und lassen die Veranstaltung im Foyer bei Speis und Trank gemütlich und ohne akademische Hürde ausklingen. Ein Prof in touch sozusagen. Um das Podiumsgespräch vorzubereiten, werden Studierende oder Mitarbeiter des Professors eingeladen werden; so können effektiver Fragen entwickelt werden.

Termine im Schuljahr 2016-2017

Informationen

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Materialien

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Presse

Kontakt

Dr. Matti Heise